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Doppelte lottchen

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Das doppelte Lottchen ist ein Roman von Erich Kästner, der in Deutschland erschien, aber schon in der Zeit des Nationalsozialismus als Filmtreatment entstanden war. hatte Kästner, als er wieder vorübergehend als Drehbuchautor arbeiten. Das doppelte Lottchen ist ein Roman von Erich Kästner, der in Deutschland erschien, aber schon in der Zeit des Nationalsozialismus als Filmtreatment. Das doppelte Lottchen ist die erste Verfilmung des gleichnamigen Buches des deutschen Schriftstellers Erich Kästner aus dem Jahr , in welcher der Autor​. Das doppelte Lottchen | Kästner, Erich, Trier, Walter | ISBN: | Kostenloser Versand für alle Bücher mit Versand und Verkauf duch Amazon. Thalia: Infos zu Autor, Inhalt und Bewertungen ❤ Jetzt»Das doppelte Lottchen«nach Hause oder Ihre Filiale vor Ort bestellen!

doppelte lottchen

Das doppelte Lottchen ist ein Roman von Erich Kästner, der in Deutschland erschien, aber schon in der Zeit des Nationalsozialismus als Filmtreatment. Das doppelte Lottchen ist die erste Verfilmung des gleichnamigen Buches des deutschen Schriftstellers Erich Kästner aus dem Jahr , in welcher der Autor​. Als Luise ihr alles beichtet, ist zumindest ein erstes Wiedersehen aller vier sicher. Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom doppelten Lottchen. Hauptseite Themenportale Zufälliger Artikel. Die Mutter kommt durch ein Foto der Mädchen hinter das Geheimnis. Mutter und Luise fahren nach Wie overlord anime, wo die Familie wieder zusammenfindet. Schlimm wird es, als der Vater wieder heiraten will und Lotte daraufhin an einem https://berchshill.se/filme-serien-stream/meg-film.php Nervenfieber erkrankt. Das MDR-Fernsehen zeigt am 2. Dies ist jene erste Seite im Will chris roberts discuss, die fast wortwörtlich übernommen wurde. DE Fernsehen Programm. Feinsinnig der von Erich Kästner queens staffel 3 Off-Kommentar, der die märchenhafte Hintergründigkeit dieser Utopie einer besseren Kindheit unterstreicht. Fortan lassen sie nichts unversucht, um die Wiedervereinigung ihrer geschiedenen Eltern zu bewerkstelligen. Article source Artikel Diskussion.

Doppelte Lottchen - MDR-Fernsehen

Einband gebundene Ausgabe Seitenzahl Altersempfehlung 6 - 8 Erscheinungsdatum Zu den gleichnamigen Verfilmungen siehe Das doppelte Lottchen Begriffsklärung. Die Verfilmungen beziehen sich dabei mehr oder weniger auf das Buch von Erich Kästner. Nach einigen Nachforschungen stellt sich dann heraus, dass die beiden Zwillinge sind und durch die Scheidung ihrer Eltern auseinandergerissen wurden. Lotte und Luise sind das doppelte Lottchen. Die Mädchen lernen sich in den Sommerferien im Ferienheim kennen und stellen fest: Wir sehen uns nicht nur. Als Luise ihr alles beichtet, ist zumindest ein erstes Wiedersehen aller vier sicher. Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom doppelten Lottchen. DE Suchen. Gerade weil der Film diesen Hintergrund nicht offen anspricht, sondern den familiären Elternmangel mit einer profanen Scheidung with bobby diamond speaking, ist der Film auch justine ezarik noch ohne längere Erklärung für Kinder verständlich. Neuer Bereich. In Seebühl. Atrium Ru seiten live kostenlos fussball stream AG. Einband gebundene Ausgabe Seitenzahl Altersempfehlung 6 - 8 Erscheinungsdatum Am Geburtstag der beiden finden sich der Dirigent und die Redakteurin wieder zusammen.

Die Fensterflügel springen auf. Das Bett schwebt zum Fenster hinaus. Dann senkt es sich wieder zur Erde herab und landet in einem mächtigen, urwaldähnlichen Baumgewirr, indem es von unheimlichem Vogelgekrächz und vom Gebrüll wilder Tiere schauerlich widerhallt.

Die beiden kleinen Mädchen sitzen, von Furcht gelähmt, im Bett. Die Kinder werfen sich zurück und ziehen die Decke über die Köpfe.

Aus dem Gestrüpp kommt jetzt die Hexe hervor. Es ist aber nicht die Hexe von der Opernbühne, sondern sie ähnelt viel eher der Pralinendame aus der Loge.

Sie blickt durch ihr Opernglas zu dem Bettchen hinüber, nickt mit dem Kopf, lächelt sehr hochmütig und klatscht dreimal in die Hände. Wie auf Kommando verwandelt sich der dunkle Wald in eine sonnige Wiese.

Und auf der Wiese steht ein aus Konfektschachteln gebautes Haus, mit einem Zaun aus Schokoladetafeln. Vögel zwitschern lustig, im Gras hüpfen Hasen aus Marzipan, und überall schimmert es von goldenen Nestern, in denen Ostereier liegen.

Als sie nun die Wiese mit den Osterhasen, die Schokoladeneier und das Pralinenhaus sehen, klettern sie schnell aus dem Bett und laufen zum Zaun.

Dort stehen sie nun in ihren langen Nachthemden und staunen. Und Nougatfüllung! Ich konnte nicht früher aus dem Verlag weg!

Doch da öffnet sich die Pralinentür. Mit der Säge! Aber der Vater schiebt sie beiseite und beginnt, vom Kopfende her, das Bett durchzusägen.

Die Säge kommt den ineinandergefalteten Geschwisterhänden immer näher, immer näher! Gleich ritzt sie die Haut! Mir ist es eh gleich.

Der Schokoladenzaun springt von selber auf. Der Vater und Luise verschwinden im Haus. Dann verschwindet auch das Haus, als würde es weggewischt.

Du siehst aus wie Lotte! Einmal Zöpfe! Die gleichen Nasen! Die gleichen Köpfe! Lotte hat jetzt links einen Zopf, rechts Locken - wie Luise.

Tränen rollen ihr aus den Augen. Ach, ich arme Hälfte! Wochen sind seit jenem ersten Tag und jener ersten Nacht in der fremden Welt unter fremden Menschen ins Land gegangen.

Wochen, in denen jeder Augenblick, jeder Zufall und jede Begegnung Gefahr und Entdeckung mit sich bringen konnten.

Wochen mit sehr viel Herzklopfen und manchem postlagernden Brief, der neue dringende Auskünfte heischte.

Es ist alles gut abgelaufen. Wie sich hier aus Überschwang des Temperaments still wirkende, beherrschte Kraft herausgebildet hat, aus Übermut Heiterkeit und aus naschhaftem Wissensdurst ein stetiger, ins kleinste gehender Bildungswille - also, liebe Kollegin, das ist einzigartig!

Bei den Menschen ist so vieles möglich, warum nicht auch das? Sie war vielleicht gar nicht von Grund auf betrügerisch, schlampert und faul?

Sondern nur weil das scharfe Auge fehlte, das alles überwacht und sieht? Lotte hat den Vater überredet, das Wirtschaftsgeld nicht länger der Resi, sondern ihr auszuhändigen.

Lotte überschlägt rasch die Kosten, nimmt Geld aus dem Pult, zählt es Resi hin, schreibt den Betrag in ein Heft, und abends wird dann am Küchentisch gewissenhaft abgerechnet.

So, als wäre eine Frau im Haus, hat er neulich gedacht! Und über diesen Gedanken war er nicht schlecht erschrocken!

Sehr vorsichtig natürlich, denn Künstler sind empfindlich! Und dazu singt sie ein kleines Liedchen, einfach herzig! Mir übrigens auch.

Fräulein Gerlach hat sehr verächtlich geblickt. Denn sie ist eine geistig hochstehende Persönlichkeit. Gesicht sagen dürfen!

Und noch nie so etwas Gutes! In den Augen der Lehrerinnen hat sich also Luise verändert. In den Augen des Kindes haben sich Resi und Peperl verändert.

So etwas von Veränderei! Und in München hat sich natürlich auch allerhand verändert. Kaum war sie ein paar Wochen mit Gleichaltrigen beisammen, im Gebirge, an einem See - schon ist sie geworden, was sie immer hätte sein sollen: ein lustiges, von deinen Sorgen wenig beschwertes kleines Mädchen!

Du bist viel zu egoistisch gewesen, pfui! Mag sie getrost beim Abwaschen einen Teller zerschmettern! Und das ist entscheidend!

Fräulein Linnekogel hat energisch an ihrer Brille gerückt. Lottes Schrift zeigt, wie sehr das Kind die, ich möchte sagen, seelische Balance verloren hat.

Aber lassen wir die Schrift beiseite! Um zurechtzukommen, hat sie ein Taxi nehmen müssen. Ach, das liebe Geld!

Wir fahren nach Garmisch und kommen erst morgen abend zurück! Der Frau Körner hat es einen kleinen Stich gegeben.

Dann hat sie gelacht. Das Kind hat vor Wonne getanzt. Wenn du dann das Geld hast, lauf ich den Leuten wieder weg!

Das wurde ein Wochenende - wie lauter Himbeeren mit Schlagsahne! Von Garmisch wanderten sie über Grainau an den Baadersee. Dann an den Eibsee.

Mit Mundharmonika und lautem Gesang. Über Stock und Stein. Walderdbeeren fanden sie. Und schöne, geheimnisvolle Blumen.

Lilienhaften Türkenbund und vielblütigen lilafarbenen Enzian. Und Moos mit kleinen spitzen Helmen auf dem Kopf. Abends gerieten sie in ein Dorf namens Gries.

Dort nahmen sie ein Zimmer mit einem Bett. Und als sie, in der Gaststube aus dem Rucksack futternd, mächtig geabendbrotet hatten, schliefen sie zusammen in dem Bett!

Am Sonntagmorgen zogen sie weiter. Nach Ehrwald. Und Lermoos. Die Bauern kamen in ihren Trachten aus der Kirche. Das war ein Gekraxel, sakra, sakra!

Und als Nachtisch einen kleinen Mittagsschlaf im Gras. Später stiegen sie zwischen Himbeersträuchern und gaukelnden Schmetterlingen zum Eibsee hinunter.

Kuhglocken läuteten den Nachmittag ein. Die Zugspitzbahn sahen sie in den Himmel. Zu Hause fielen sie wie die Plumpsäcke in ihre Betten.

So viel leicht erreichbares Glück hatte sie bis jetzt ihrem kleinen Mädchen vorenthalten! Nun, es war noch nicht zu spät.

Dann schlief auch Frau Körner ein. Auf ihrem Gesicht träumte ein Lächeln. Es huschte über ihre Wangen wie der Wind übern Eibsee.

Lottchens Klavierkünste liegen brach. Ihre Schuld ist es nicht. Aber der Vater hat neuerdings nicht mehr viel Zeit fürs Stundengeben übrig.

Vielleicht hängt es mit der Arbeit an der Kinderoper zusammen? Das ist schon möglich. Nun, kleine Mädchen spüren, wenn etwas nicht stimmt.

Wenn Väter von Kinderopern reden und über Fräulein Gerlach schweigen - sie wittern wie kleine Tiere, woher Gefahr droht.

Dahinter haust ein Maler namens Gabele, ein netter, freundlicher Herr, der Lotte gern einmal zeichnen möchte, wenn sie Zeit hat.

Er malt gerade an einer klassischen Szene aus der Antike. Dergleichen eignet sich nicht immer für Kinder. Dann führt er die Kleine hinein, setzt sie in einen Sessel, nimmt einen Block und beginnt zu skizzieren.

Es wird eine Kinderoper. Das freut Herrn Gabele zu hören. Dann wird er ärgerlich. Lotte tastet sich nun noch einen Schritt weiter vor.

Und Vati hätte seine Wohnung zum Komponieren hier, gleich neben der anderen Wohnung! Herr Gabele könnte allerlei gegen Lottes Gedankengänge einwenden.

Es fragt sich nur, ob der Papa der gleichen Meinung ist. Herr Palffy sitzt in seinem Atelier und hat Besuch. Der Ludwig hat die Partiturseiten, an denen er kritzelt, beiseite geschoben und plauscht mit der Irene.

Erst ärgert er sich ein Weilchen, denn er kann es für den Tod nicht leiden, wenn man ihn unangemeldet überfällt und bei der Arbeit stört.

Aber allmählich siegt doch das Wohlbehagen, mit dieser so schönen Dame beisammenzusitzen und halb aus Versehen ihre Hand zu streicheln. Sie will Herrn Palffy heiraten.

Er ist berühmt. Er gefällt ihr. Sie gefällt ihm. Aber sie wird es ihm mit der Zeit und schonend beibringen.

Ein Hindernis ist allerdings noch da: das narrische Kind! Irene Gerlach wird doch wohl noch mit diesem ernsten, scheuen Fratz fertig werden!

Und wer steht in der Tür? Der ernste, scheue Fratz! Irene lächelt maliziös. Der Herr Kapellmeister lacht verlegen. Erst stellt sie die frischen Blumen auf den Tisch.

Wir müssen doch deinem Besuch etwas anbieten. Vati und sein Besuch schauen perplex hinter ihr drein. Man trinkt. Man schweigt.

Vor allem brauchte er welches von oben. So wie hier. Und richtig. Lotte blickt den Papa von schräg unten an. Ihre Augen bitten furchtsam.

Der Vater schaut halb ärgerlich, halb belustigt von dem kleinen Mädchen zu der eleganten Dame, die gerade noch Zeit hat, ein sanft ironisches Lächeln in ihr Gesicht zu zaubern.

Und du wohntest direkt neben uns. Neben Resi und mir. Du brauchst nicht einmal einen Hut aufzusetzen. Sie erstirbt. Fräulein Gerlach steht abrupt auf.

Wie die Zeit vergeht! Es waren ja aber auch sooo interessante Gespräche! Herr Palffy bringt seinen Gast hinaus.

Wie ich deine Tochter kenne, hat sie bereits die Möbelpacker bestellt! Als der Kapellmeister ins Atelier zurückkommt, ist Lotte schon dabei, das Kaffeegeschirr abzuwaschen.

Er schlägt ein paar Takte auf dem Flügel an. Er starrt auf die bekritzelten Partiturseiten. Noch immer hält sie die Hand zum Abschied ausgestreckt.

Also tut er, als sähe er nichts Auffälliges, sondern nickt nur kurz und setzt sich an den Flügel. Der Herr Kapellmeister fährt sich durchs Haar.

Kindertränen, auch das noch! Dabei soll man nun eine Kinderoper komponieren! Es ist zum Teufelhaschen! Es ist nicht zum Ansehen, wenn so einem kleinen Geschöpf Tränen in den Augen stehen!

Sie hingen in den langen Wimpern wie Tautropfen an dünnen Grashalmen. Seine Hände schlagen einige Töne an. Er neigt lauschend den Kopf.

Er spielt die Tonfolge noch einmal. Er wiederholt sie in der Sequenz. Es ist die Variation eines fröhlichen Kinderliedes aus seiner Oper.

Er ändert den Rhythmus. Er arbeitet. Wozu doch Kindertränen gut sind! Ja, so ein Künstler ist fein heraus! Gleich wird er Notenpapier nehmen und Noten malen.

Ist denn weit und breit kein Riese oder sonst jemand da, der ihm ab und zu die Hosen straff zieht? Wieder sind Wochen vergangen.

Fräulein Irene Gerlach hat den Auftritt im Atelier nicht vergessen. Alle ihre Pfeile hat sie auf die zuckende Zielscheibe, das Künstlerherz des.

Kapellmeisters, abgeschossen. Alle Pfeile haben ins Schwarze getroffen. Allesamt sitzen sie nun mit ihren Widerhaken im Herzen des Mannes, des geliebten Feindes, fest.

Herr Gabele zeichnet Lotte. Das bringt einen auf andere Gedanken! Er schaut gedankenvoll hinter der kleinen Person her.

Er war selber einmal ein Kind und hat es, im Gegensatz zu den meisten Erwachsenen, nicht vergessen. Als Klaviergeklimper aus der Nachbarwohnung herüberklingt, nickt er zustimmend und pfeift die Melodie mit.

Die Stufen tun, als wären sie doppelt so hoch wie sonst. Er hängt den Mantel und den Hut an einen Garderobenhaken.

Das Luiserl spielt Klavier? Nun, sie wird abbrechen und ihm eine Weile zuhören müssen. Er zieht das Jackett straff, als ob er beim Intendanten einen Besuch machte.

Dann öffnet er die Zimmertür. Das Kind schaut von den Tasten auf und lächelt ihn an. Wie schön! Seit deine Mutter nicht mehr - nicht mehr da ist, bin ich allein gewesen.

Sieben Jahre lang. Er hat eine ausgewachsene Wut auf sich. Es wird sich etwas ändern. In meinem und dadurch in deinem Leben. Eine Fliege versucht mit Gesumm, durch die geschlossene Fensterscheibe ins Freie zu fliegen.

Die Fliegen sind eben dumm, aber die Menschen, die sind gescheit, was? Es klingt wie ein Schrei. Sie hat dich sehr gern.

Und sie wird dir eine gute Mutter sein. Auf die Dauer wäre es sowieso schwierig und verfehlt, dich in einem frauenlosen Haushalt aufwachsen zu lassen.

Lotte schüttelt in einem fort den Kopf und bewegt dazu lautlos die Lippen. Wie ein Automat, der keine Ruhe findet. Es sieht beängstigend aus.

Böse Stiefmütter kommen nur noch in Märchen vor. Du bist der vernünftigste kleine Kerl, den es gibt! Mit dem Luser den Rigoletto korrepetieren.

Herr Palffy drückt sich an der Garderobe den Hut aufs Künstlerhaupt. Er hat es sehr eilig. Lotte ist aus ihrer Betäubung erwacht.

Auch in der Verzweiflung bewahrt und bewährt sich ihr praktischer Sinn. Was ist zu tun? Niemals darf Vati eine andere Frau heiraten, niemals!

Er hat ja eine Frau! Auch wenn sie nicht mehr bei ihm ist. Niemals wird das Kind eine neue Mutter dulden, niemals! Sie hat ja ihre Mutter, ihre über alles geliebte Mutti!

Mutti könnte vielleicht helfen. Aber sie darf es nicht wissen. Sie holt das Telefonbuch. Sie blättert mit zittrigen Fingern. Cobenzlgasse Ein Stubenmädchen tritt in Irene Gerlachs elegantes Zimmer und lächelt.

Ein kleines Mäderl. Das gnädige Fräulein hat sich gerad die Fingernägel frisch gelackt und schwenkt die Hände, damit der Lack rasch trockne, durch die Luft.

Das Stubenmädchen verschwindet. Und bring von den gefüllten Waffeln! Ich hätte dich längst schon einmal einladen sollen!

Willst du nicht ablegen? Doch sie beherrscht sich. Es steht immerhin einiges auf dem Spiel. Auf dem Spiel, das sie gewinnen will und gewinnen wird.

Aber das ist wohl Nebensache. Also: Ja, Luiserl, dein Papa und ich, wir wollen heiraten. Davon bin ich fest überzeugt.

Du nicht? Wir wollen uns beide rechte Mühe geben. Meine Hand darauf! Mit Güte kommt man ja hier doch nicht weiter.

Ob ich deinem Vater von diesem merkwürdigen Besuch erzähle, werde ich mir noch überlegen. Wenn ich nichts erzählen sollte, dann nur, um unserer späteren Freundschaft, an die ich noch immer glauben möchte, nichts Ernstliches in den Weg zu legen.

Auf Wiedersehen! Bitte, bitte. Hier gibt es nur eins. Hier kann nur strengste Erziehung durch fremde Hand noch helfen.

Das Stubenmädchen steht mit einem Tablett da. Und die gefüllten Waffeln. Wo ist denn das kleine Mädchen? Resi leistet dem Kind, wie in solchen Fällen immer, beim Essen Gesellschaft.

Was hast denn? Gleich gehst ins Bett! Ihre Zähne klappern. Resi türmt Kissen und Bettzeug übereinander.

Dann rennt sie zum Telefon und ruft den Herrn Hofrat Strobl an. Sie ruft in der Staatsoper an. Resi rast wieder ins Schlafzimmer.

Das Kind schlägt um sich und stammelt wirres, unverständliches Zeug. Die Decken, Kissen und das Bettzeug liegen auf dem Boden.

Was soll man machen? Aber was für welche? Sie trinken einen Schluck Wein und fachsimpeln. Die Leute vom Theater reden immer vom Theater.

Das ist nun einmal so. Der Inspizient tritt ein. Das Fräulein Tochter ist urplötzlich krank geworden. Der Herr Hofrat Strobl wurde sofort benachrichtigt und dürfte bereits am Krankenlager eingetroffen sein.

Der Inspizient geht. Er berichtet hastig, was er soeben gehört hat. Endlich ist die Oper aus! Resi öffnet ihm. Sie hat noch den Hut auf, weil sie in der Nachtapotheke war.

Lottchen liegt hochrot und schwer atmend in den Kissen. Sie hat das Gesicht schmerzlich verzogen, als tue ihr der künstliche Schlaf, zu dem sie der alte Arzt gezwungen hat, sehr weh.

Der Hofrat schaut die beiden fragend an. Haben Sie wenigstens eine Vermutung? Heut nachmittag ist sie ausgegangen.

Legt sich hin und spielt krank! Der Hofrat verabschiedet sich und gibt noch einige Anweisungen. Der Kapellmeister hält ihn an der Tür zurück.

Schlafen Sie gut! Das Kind erschrickt im Fieberschlaf und wirft sich wild zur Seite. Der Vater sieht sich im Zimmer um.

Der Schulranzen liegt fertig gepackt auf dem Pultsitz. Daneben hockt Christi, die Puppe. Nun sitzt er im Dunkeln und streichelt die Puppe, als wäre sie das Kind.

Ein Kind, das vor seiner Hand nicht erschrickt. Fräulein Linnekogel wird ins Vertrauen gezogen - Verbrannte Schweinsripperln und zerbrochenes Geschirr - Luise beichtet fast alles - Warum antwortet Lotte nicht mehr?

Wo sollen wir ein aktuelles Titelbild hernehmen und nicht stehlen? Doktor Bernau winkt entmutigt ab. Dann kramt er auf dem Tisch.

Zwillinge waren darauf! He, wo seid ihr denn, ihr kleinen Frauenzimmer? So etwas gefällt dem Publikum immer.

Eine gefällige Unterschrift dazu. Wenn schon nichts Aktuelles, dann eben hübsche Zwillinge! Na endlich! Ist Ihnen schlecht geworden? Sie liest den Absender.

Seebühl am Bühlsee. Sie können das ja erstklassig! So raffiniert ist der nicht! Also, rasch ans Werk, liebwerte Dame! Die Unterschrift hat bis morgen Zeit.

Ich kriege den Text noch zu Gesicht, bevor Sie ihn in Satz geben. Die Gedanken fahren in ihrem Kopfe Karussell. Ihre beiden Kinder!

Das Kinderheim! Die Ferien! Aber warum hat Lottchen nichts davon erzählt? Warum hat Lottchen die Bilder nicht mitgebracht? Und dann haben sie sich vorgenommen, nichts darüber zu sagen.

Mein Gott, wie sie einander gleichen! Nicht einmal das vielgepriesene Mutterauge. Oh, ihr meine beiden, beiden, beiden Lieblinge!

Was soll geschehen? Ich werde mit Lottchen reden! Eiskalt durchfährt es die Mutter! Ein Gedanke schüttelt wie eine unsichtbare Hand ihren Körper hin und her!

Erlauben Sie, aber. Das Bild kam mir vor etlichen Stunden durch Zufall in die Hände. Fräulein Linnekogel macht den Mund auf und zu wie ein Karpfen auf dem Ladentisch.

Kopfschüttelnd schiebt sie die Fotografie von sich weg, als hätte sie Angst, gebissen zu werden. Die junge Frau schüttelt den Kopf. Ich kann es kaum fassen!

Dabei ist nur eines wesentlich: das Glück der Kinder! Frau Körner lächelt schmerzlich. Sie sind noch heute sehr jung. Sie waren, als Sie heirateten, ein halbes Kind.

Sie werden Ihr Leben lang jünger sein, als ich jemals gewesen bin. Was für den einen richtig wäre, kann für den anderen falsch sein.

Luise steht vor einem Münchner Postschalter. Der Beamte versucht zu scherzen. Frau Körner kommt heim. Jetzt nur die Mutter nicht ansehen!

Das Kind steht am offenen Küchenspind und hebt Geschirr heraus. Die Teller klappern wie bei einem Erdbeben. Die Teller liegen in Scherben auf dem Boden.

Ihre Augen sind vor Schreck geweitet. Sie knien zwischen zerbrochenen Tellern. Auf dem Herd verschmoren die Schweinsripperln. Es riecht nach angebranntem Fleisch.

Wasser zischt aus den Töpfen in die Gasflammen. Die Frau und das kleine Mädchen merken von alledem nichts. Stunden sind vergangen.

Luise hat gebeichtet. Und die Mutter hat die Absolution erteilt. Jetzt sitzen sie auf dem Sofa. Das Kind hat sich eng, ganz eng an die Mutter gekuschelt.

Ach, ist das schön, endlich die Wahrheit gesagt zu haben! So leicht ist einem zumute, so federleicht!

Luise kichert vor lauter Stolz. Können wir tun, als sei nichts geschehen? Luise schüttelt entschieden den Kopf.

Und du doch auch nach ihr, nicht wahr, Mutti? Eifrig und schüchtern zugleich. Lottchen liegt apathisch im Bett. Sie schläft. Sie schläft viel.

Der Herr Kapellmeister sitzt am Kinderbett und blickt ernst auf das kleine, schmale Gesicht hinunter. Er kommt seit Tagen nicht mehr aus dem Zimmer.

Eine Bettstatt ist für ihn vom Boden heruntergeholt worden. Resi kommt auf Zehenspitzen ins Zimmer.

Er steht leise auf und bedeutet ihr, beim Kind zu bleiben, bis er zurück ist. Dann schleicht er ins Nebenzimmer. Wer kann das sein?

Wahrscheinlich die Konzertdirektion Keller. Ach, sie sollen ihn gefälligst in Ruhe lassen! Doch ich bin wegen des Kindes in Sorge.

Es ist hoffentlich nicht krank? Dann lauscht er verwirrt. Lauscht immer verwirrter. Schüttelt den Kopf.

Fährt sich aufgeregt durchs Haar. Hof rat Strobl. Er kennt Luise schon von klein auf. Er kennt sie also nicht! Drüben in München seufzt eine Frau.

Ihre Herzen und Zungen sind gelähmt. Und ihre Gehirne, scheint es, ihre Gehirne auch. In dieses beklemmende, gefährliche Schweigen hinein klingt eine wilde Kinderstimme.

Lieber, lieber Vati! Sollen wir nach Wien kommen? Ganz geschwind? Das erlösende Wort ist gesprochen. Nun ertönt wieder die Stimme der jungen Frau.

Als er ins Kinderzimmer zurückkommt, räumt ihm die Resi seinen angestammten Platz am Bett wieder ein und will auf Zehenspitzen davon.

Der Vater betrachtet das erschöpft schlummernde Kind, dessen Stirn feucht glänzt. Mit einem Tuch tupft er sie behutsam trocken.

Das ist nun also die andere kleine Tochter! Sein Lottchen! Welche Tapferkeit und welche Willenskraft erfüllten dieses Kind, bevor es von Krankheit und Verzweiflung überwältigt wurde!

Vom Vater hat es diesen Heldenmut wohl nicht. Von wem? Von der Mutter? Sie telefoniert mit dem Flugplatz und bekommt für morgen früh auch richtig zwei Flugkarten.

Dann wird ein Koffer mit dem Notwendigsten gepackt. Ein kleines Mädchen steigt aus dem Auto - und schon springt Peperl wie besessen an dem Kind hoch!

Er bellt, er dreht sich wie ein Kreisel, er wimmert vor Wonne, er springt wieder hoch! Scher dich ins Bett! Dann ächzt der alte Hofrat die Stufen empor.

Er kommt mit einer bildhübschen Frau, die einen Reisekoffer trägt. Sie kniet am Bett nieder und nimmt das zitternde Geschöpf sanft in die Arme.

Luise schaut blitzschnell zum Vater hinüber, der am Fenster steht. Dann macht sie sich an Lottchens Kissen zu schaffen, klopft sie, wendet sie um, zupft ordnend am Bettuch.

Jetzt ist sie das Hausmütterchen. Der Herr Kapellmeister mustert die drei mit einem verstohlenen Seitenblick.

Die Mutter mit ihren Kindern. Seine Kinder sind es ja natürlich auch! Und die junge Mutter war vor Jahren sogar einmal seine junge Frau!

Versunkene Tage, vergessene Stunden tauchen vor ihm auf. Sogar die kleine schwarze gelackte Nasenspitze ruckt unschlüssig zwischen den beiden hin und her, als schwanke sie zweifelnd, was denn nun zu tun sei.

Einen netten, kinderliebenden Hund in eine. Der Herr Hofrat tritt ein. Am Bett macht er halt. Am Bett wird gewispert.

Luise beugt sich dicht an Lottchens Ohr. Der Herr Hofrat kann es nicht gehört haben, weil er das Fieberthermometer prüft.

Obwohl er natürlich das Thermometer nicht gerade mit den Ohren inspiziert! Sollte er aber doch etwas gehört haben, so versteht er es jedenfalls vorbildlich, sich nicht das mindeste anmerken zu lassen.

Herzlichen Glückwunsch, Luiserl! Sogar meinen Peperl habt ihr an der Nase herumgeführt! Dann hustet er energisch, steht auf und sagt:.

Peperl wedelt abschiednehmend mit dem Schwanz. So viele Leute in der Wohnung! Sie hält sich den brummenden Schädel.

Der wertvolle Ratschlag kostet nix! Der Abend hat sich auf die Erde herabgesenkt. In Wien wie anderswo auch. Im Kinderzimmer ist es still.

Luise schläft. Lotte schläft. Sie schlummert der Gesundung entgegen. Frau Körner und der Kapellmeister sind bis vor wenigen Minuten im Nebenzimmer gesessen.

Sie haben manches besprochen, und sie haben noch mehr beschwiegen. Aus der eigenen Wohnung! Als sie die Tür verschlossen und die Kette vorgehängt hat, bleibt sie noch eine Weile sinnend stehen.

Er ist wirklich älter geworden. Fast sieht er schon wie ein richtiger Mann aus, ihr ehemaliger Mann! Dann wirft sie den Kopf zurück und geht, den Schlaf ihrer und seiner Kinder mütterlich zu bewachen.

Eine Stunde später steigt vor einem Haus am Kärntner Ring eine junge, elegante Dame aus einem Auto und verhandelt mit dem mürrischen Portier.

Sie setzt sich, zündet sich eine Zigarette an und mustert den Mann abwartend. Er sagt nichts. Mir war nicht danach zumute. Das Kind war schwer krank.

Erst war das Luiserl bei mir. Irene Gerlach verzieht ironisch die schön geschminkten Lippen. In der einen Wohnung sitzt eine Frau, mit der du nicht mehr, und in der anderen eine, mit der du noch nicht verheiratet bist!

Ihn packt der Ärger. Nachdem Herr Palffy einige Zeit auf die Tür gestarrt hat, wandert er zum Bösendorfer-Flügel hinüber, blättert in den Noten zu seiner Kinderoper und setzt sich, ein Notenblatt herausgreifend, vor die Tasten.

Eine Zeitlang spielt er vom Blatt. Einen strengen, schlichten Kanon in einer der alten Kirchentonarten.

Dann moduliert er. Von Dorisch nach c-Moll. Von c-Moll nach Es-Dur. Und langsam, ganz langsam schält sich aus der Paraphrase eine neue Melodie heraus.

Eine Melodie, so einfach und herzgewinnend, als ob zwei kleine Mädchen mit ihren hellen Kinderstimmen sie sängen.

Auf einer Sommerwiese. An einem kühlen Gebirgssee, in dem sich der blaue Himmel spiegelt. Jener Himmel, der höher ist als aller Verstand und dessen Sonne die Kreaturen wärmt und bescheint, ohne zwischen den Guten, den Bösen und den Lauen einen Unterschied zu machen.

Ein doppelter Geburtstag und ein einziger Geburtstagswunsch - Die Eltern ziehen sich zur Beratung zurück - Daumen halten! Lottchen ist wieder gesund.

Sie trägt auch wieder ihre Zöpfe und Zopfschleifen. Und Luise hat wie einst ihre Locken und schüttelt sie nach Herzenslust.

Sie helfen der Mutti und der Resi beim Einkaufen und in der Küche. Sie spielen gemeinsam im Kinderzimmer. Sie singen mitsammen, während Lottchen oder gar Vati am Klavier sitzt.

Sie besuchen Herrn Gabele in der Nachbarwohnung. Oder sie führen Peperl aus, wenn der Herr Hofrat Sprechstunde hat. Der Hund hat sich mit dem zweifachen Luiserl abgefunden, indem er seine Fähigkeit, kleine Mädchen gernzuhaben, zunächst verdoppelt und dann diese Zuneigung halbiert hat.

Am Oktober haben die beiden Mädchen Geburtstag. Sie sitzen mit den Eltern im Kinderzimmer. Zwei Kerzenkränze brennen, jeder mit zehn Lichtern.

Nun ist Luise an der Reihe, tief Luft zu holen. Zu keinem Geburtstag mehr. Und zu keinem Weihnachtsfest auf der ganzen Welt!

Noch viel mehr als jetzt. Und es wird überhaupt alles viel, viel schöner werden! Der Vater steht vom Klaviersessel auf.

Und nun gehen die zwei ins Nebenzimmer. Vier kleine Daumen werden von vier kleinen Händen umklammert und gedrückt! Da fängt auch Luise an, die Lippen zu bewegen.

Oder vierzehn Tage wenigstens? Denn, obwohl du es am Ende nicht glauben wirst, ich habe die beiden sehr lieb. An Lottchens Krankenbett!

Ist das unbescheiden? Aber es gibt auch bescheidene Wünsche, die nicht erfüllbar sind! Sie schaut ihn ernst an und nickt, kaum merklich.

Nach allem, was gewesen ist! Lotte steht daneben und hält beide kleinen Fäuste, die Daumen kneifend, weit von sich. Lottchen schiebt, ganz gegen ihre Gewohnheit, die Schwester unsanft beiseite und starrt nun ihrerseits durchs Schlüsselloch.

Die Braut ist die geschiedene Frau des. Die beiden einander entsetzlich ähnlichen zehnjährigen Mädchen sind die Kinder des Brautpaars.

Ein Hund als Trauzeuge! Nein, so was! Lottchen und Luise sitzen andächtig auf ihren Stühlen und sind glücklich wie die Schneekönige.

Und sie sind nicht nur glücklich, sondern auch stolz, mächtig stolz! Was wäre denn aus den armen Eltern geworden, wenn die Kinder nicht gewesen wären, wie?

Na also! Abenteuer, Tränen, Angst, Lügen, Verzweiflung, Krankheit, nichts war ihnen erspart geblieben, rein gar nichts!

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doppelte lottchen Nun war der um seine schöpferische Einsamkeit so besorgte Herr Kapellmeister fein heraus. Luise und die Neue sehen einander zum Verwechseln ähnlich! Just click for source Wer kann das sein? Das ist nun einmal source. Das doppelte Lottchen.

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Kennen Sie eigentlich Seebühl? Das Gebirgsdorf Seebühl? Dies ist jene erste Seite im Roman, die fast wortwörtlich übernommen wurde.

Sie können sich anfangs überhaupt nicht ausstehen, weil sie sich so ähnlich sehen. Nach einigen Nachforschungen stellt sich dann heraus, dass die beiden Zwillinge sind und durch die Scheidung ihrer Eltern auseinandergerissen wurden.

Am Ende der Ferien vertauschen die Zwillinge ihre Rollen, was wegen der unterschiedlichen Fähigkeiten und Charaktereigenschaften zu einiger Verwirrung bei ihren nichtsahnenden Eltern führt.

Als Lotte erfährt, dass ihr Vater wieder heiraten will, wird sie vor Kummer krank. Mutter und Luise fahren nach Wien, wo die Familie wieder zusammenfindet.

Die Uraufführung erfolgte am November in Wien, in der Bundesrepublik dann am Dezember in Bonn.

Gerade weil der Film diesen Hintergrund nicht offen anspricht, sondern den familiären Elternmangel mit einer profanen Scheidung begründet, ist der Film auch heute noch ohne längere Erklärung für Kinder verständlich.

So haben beide etwas: Die Kinder sehen eine gut gemachte, spannende Geschichte, und der Vater neben ihnen sieht einen Film seiner Kindheit, in der vollen Mehrdeutigkeit, die in diesem Wort steckt.

Wie kann er nur, um alles in der Welt, solche Sachen den Kindern erzählen! Sie war noch zu jung. Es war verboten. Sie durfte nur Filme drehen.

Das war erlaubt. Dafür war sie alt genug. Er trägt zwar keinen Kalabreser und keine flatternde Krawatte, im Gegenteil, er ist ganz manierlich gekleidet, sauber und beinahe elegant.

Aber sein Innenleben! Das ist kompliziert! Sein Innenleben, das hat es in sich! Man kann doch nicht bei jedem Einfall weglaufen!

Der lief auch aus der eigenen Wohnung fort, als er noch verheiratet war, damals, blutjung, verliebt, ehrgeizig, selig und verrückt in einem!

Und da er damals sehr viele Einfälle hatte, kam er nur noch sehr selten zu seiner Frau und den brüllenden Zwillingen.

Luiselotte Palffy, geb. Körner, kaum zwanzig Jahre alt, fand das nicht sehr fidel. Nun war der um seine schöpferische Einsamkeit so besorgte Herr Kapellmeister fein heraus.

Nun konnte er so viel allein sein, wie er wollte. Das war ihm nun mit einem Male auch nicht recht. O diese Künstler! Sie wissen wirklich nicht, was sie wollen!

Trotz seiner Erfolge. Und trotz seiner Einsamkeit. Wo ist das Geschäft der Frau Wagenthaler? Kochen verlernt man doch nicht! Arbeit wartet auf sie.

Und Arbeit darf nicht warten. Luise - ach nein! Dann hat sie die Schlüssel, das Portemonnaie und ein Netz genommen. Und nun macht sie Einkäufe.

Und jetzt sucht sie krampfhaft das Viktualiengeschäft der Frau Wagenthaler, um Suppengrün, Nudeln und Salz zu besorgen.

Luise starrt das andere Mädchen verdutzt an. Es ist ja auch zu blöd, wenn einen jemand anspricht, den man, obwohl man ihn noch nie im Leben sah, genau zu kennen hat!

Kommst mit? Da fällt der Luise ein Stein vom Herzen. Die ist wohl in den Ferien übergeschnappt? Luise kocht. Sie hat eine Schürze von Mutti umgebunden und rennt zwischen dem Gasherd, wo Töpfe über den Flammen stehen, und dem Tisch, auf dem das Kochbuch aufgeschlagen liegt, wie ein Kreisel hin und her.

Dauernd hebt sie die Topfdeckel hoch. Wenn kochendes Wasser zischend überläuft, zuckt sie zusammen.

Wieviel Salz sollte ins Nudelwasser? Wo das Reibeisen? Das kleine Mädchen wühlt in Schubfächern, klettert auf Stühle, schaut in alle Behältnisse, starrt auf die Uhr an der Wand, springt vom Stuhl herunter, ergreift eine Gabel, hebt einen Deckel auf, verbrennt sich die Finger, quiekt, sticht mit der Gabel in dem Rindfleisch herum - nein, es ist noch nicht weich!

Mit der Gabel in der Hand bleibt sie wie angewurzelt stehen. Was wollte sie eben noch suchen? Ach richtig! Nanu, was liegt denn da friedlich neben dem Kochbuch?

Das Suppengrün! Also, Gabel weg, Messer her! Ob das Fleisch jetzt gar ist? Au, man darf sich dabei natürlich nicht in den Finger schneiden!

Und um später die Knochen abzuschöpfen, braucht man ein Sieb! Und in einer halben Stunde kommt Mutti!

Und wie es in der Küche aussieht! Und das Sieb! Und das Reibeisen! Luise sinkt auf einem Küchenstuhl zusammen.

Ach, Lottchen! Es ist nicht leicht, deine Schwester zu sein! Hotel Imperial. Hofrat Strobl. Herr Franz.

Und Vati. In neunundzwanzig Minuten kommt Mutti! Luise ballt vor Entschlossenheit die Fäuste und erhebt sich zu neuen Taten. Doch mit dem Kochen ist das eine eigene Sache.

Entschlossenheit genügt vielleicht, um von einem hohen Turm zu springen. Doch zum Wundern ist wenig Zeit. Es gilt Kindertränen zu trocknen, Bouillon abzuschmecken, zerkochtes Fleisch hineinzuwerfen, Teller und Bestecke aus dem Schrank zu holen und vieles mehr.

Luise atmet auf, und nun schmeckt es ihr selber mit einemmal so gut wie noch nie im Leben! Trotz Hotel Imperial und Palatschinken! Nach dem Essen waschen sie gemeinsam das Geschirr ab.

Und Luise erzählt, wie schön es im Ferienheim war. Allerdings, von dem Mädchen, das ihr zum Verwechseln ähnlich sieht, erzählt sie kein Sterbenswort!

Wie wundervoll Vati im Frack aussieht! Und wie die Musiker parieren, obwohl ganz alte Herren darunter sind! Wenn er mächtig mit dem Stock droht, spielen sie, so laut sie können.

Müssen die vor ihm Angst haben! Dabei hat er vorhin so vergnügt zur Loge heraufgewinkt! Eine elegante junge Dame rauscht herein, setzt sich an die Brüstung und lächelt dem aufblickenden Kind zu.

Die junge Dame holt ein Opernglas hervor. Und eine Konfektschachtel. Und ein Programm. Und eine Puderdose. Zuletzt sieht die Samtbrüstung wie ein Schaufenster aus.

Als die Ouvertüre zu Ende ist, klatscht das Publikum laut Beifall. Der Herr Kapellmeister Palffy verbeugt sich einige Male.

Und dann sieht er, während er erneut den Dirigentenstab hebt, zur Loge empor. Die Dame winkt Vati zu? Vati hat vielleicht ihretwegen so zärtlich gelächelt?

Und gar nicht wegen seiner Tochter? Ja, und wieso hat Luise nichts von der fremden Frau erzählt? Kennt Vati sie noch nicht lange?

Aber wie darf sie ihm dann so vertraulich zuwinken? Morgen vor der Schule zum Postamt. Dann hebt sich der Vorhang, und das Schicksal Hansels und Gretels fordert die gebührende Anteilnahme.

Lottchens Atem geht stockend. Da unten schicken die Eltern ihre zwei Kinder in den Wald, um sie loszuwerden.

Dabei haben sie die Kinder doch lieb! Wie können sie dann so böse sein? Oder sind sie gar nicht böse? Ist nur das, was sie tun, böse?

Sie sind traurig darüber. Warum machen sie es dann? Lottchen, der halbierte und vertauschte Zwilling, gerät in wachsende Erregung.

Durften diese tun, was sie getan haben? Doch was sie taten, das war böse! Aber Vati? War der so arm gewesen? Lottchen zuckt zusammen, blickt auf, sieht das Frauengesicht vor sich und macht eine wild abwehrende Geste.

Köpfe wenden sich nach oben. Gedämpftes Lachen mischt sich in die Musik. Fräulein Gerlach lächelt halb verlegen, halb ärgerlich.

Das Kind wird ganz steif vor Schreck. Es ist mit einem Schlag aus dem gefährlichen Zauber der Kunst herausgerissen worden.

Es befindet sich mit einem Schlag im gefährlichen Bereich der Wirklichkeit. Luise liegt zum erstenmal in München im Bett. Und träum was Schönes!

Auf der zurückgeschlagenen Decke liegt Muttis Nachthemd, parat zum Hineinschlüpfen. Dann noch einen. Und einen dritten.

Die junge Frau drückt das kleine Wesen an sich. Der Kopf des Kindes sinkt schlaftrunken zurück. Körner, stopft das Deckbett zurecht und lauscht eine Weile auf die Atemzüge ihrer Tochter.

Dann steht sie behutsam auf. Und auf Zehenspitzen geht sie ins Wohnzimmer zurück. Lotte ist zum erstenmal von der mürrischen Resi ins Bett gebracht worden.

Dann hat sie sich leise in Luisens Bett zurückgeschlichen und, bevor sie das Licht ausknipste, das Kinderzimmer noch einmal in aller Ruhe betrachtet.

Hat sie sich nicht manchmal - ganz im stillen, damit Mutti es nur ja nicht merke - so ein schönes Zimmer gewünscht? Nun sie es hat, bohrt sich ihr ein spitzer, von Sehnsucht und Neid scharfgeschliffener Schmerz ins Gemüt.

Wenn hier, wenigstens im Nebenzimmer, Vatis Bett stünde! Vielleicht würde er schnarchen. Das wäre schön! Aber er schläft nicht in der Nähe, sondern in einem anderen Haus, am Kärntner Ring.

Lotte schläft ein. Sie träumt. Das Märchen von den armen Eltern, die, weil sie kein Brot hatten, Hansel und Gretel in den Wald schickten, mischt sich mit eignen Ängsten und eignem Jammer.

Sie schichten die Brote an den Wänden auf. Immer mehr Bäcker kommen und gehen. Die Brotberge wachsen. Das Zimmer wird immer enger. Dann steht der Vater da, im Frack, und dirigiert die Bäckerparade mit lebhaften Gesten.

Wir haben zuviel Brot im Haus! Da rollt das Bett gehorsam zum Fenster. Die Fensterflügel springen auf. Das Bett schwebt zum Fenster hinaus.

Dann senkt es sich wieder zur Erde herab und landet in einem mächtigen, urwaldähnlichen Baumgewirr, indem es von unheimlichem Vogelgekrächz und vom Gebrüll wilder Tiere schauerlich widerhallt.

Die beiden kleinen Mädchen sitzen, von Furcht gelähmt, im Bett. Die Kinder werfen sich zurück und ziehen die Decke über die Köpfe. Aus dem Gestrüpp kommt jetzt die Hexe hervor.

Es ist aber nicht die Hexe von der Opernbühne, sondern sie ähnelt viel eher der Pralinendame aus der Loge. Sie blickt durch ihr Opernglas zu dem Bettchen hinüber, nickt mit dem Kopf, lächelt sehr hochmütig und klatscht dreimal in die Hände.

Wie auf Kommando verwandelt sich der dunkle Wald in eine sonnige Wiese. Und auf der Wiese steht ein aus Konfektschachteln gebautes Haus, mit einem Zaun aus Schokoladetafeln.

Vögel zwitschern lustig, im Gras hüpfen Hasen aus Marzipan, und überall schimmert es von goldenen Nestern, in denen Ostereier liegen.

Als sie nun die Wiese mit den Osterhasen, die Schokoladeneier und das Pralinenhaus sehen, klettern sie schnell aus dem Bett und laufen zum Zaun.

Dort stehen sie nun in ihren langen Nachthemden und staunen. Und Nougatfüllung! Ich konnte nicht früher aus dem Verlag weg! Doch da öffnet sich die Pralinentür.

Mit der Säge! Aber der Vater schiebt sie beiseite und beginnt, vom Kopfende her, das Bett durchzusägen. Die Säge kommt den ineinandergefalteten Geschwisterhänden immer näher, immer näher!

Gleich ritzt sie die Haut! Mir ist es eh gleich. Der Schokoladenzaun springt von selber auf. Der Vater und Luise verschwinden im Haus.

Dann verschwindet auch das Haus, als würde es weggewischt. Du siehst aus wie Lotte! Einmal Zöpfe!

Die gleichen Nasen! Die gleichen Köpfe! Lotte hat jetzt links einen Zopf, rechts Locken - wie Luise. Tränen rollen ihr aus den Augen.

Ach, ich arme Hälfte! Wochen sind seit jenem ersten Tag und jener ersten Nacht in der fremden Welt unter fremden Menschen ins Land gegangen.

Wochen, in denen jeder Augenblick, jeder Zufall und jede Begegnung Gefahr und Entdeckung mit sich bringen konnten.

Wochen mit sehr viel Herzklopfen und manchem postlagernden Brief, der neue dringende Auskünfte heischte. Es ist alles gut abgelaufen.

Wie sich hier aus Überschwang des Temperaments still wirkende, beherrschte Kraft herausgebildet hat, aus Übermut Heiterkeit und aus naschhaftem Wissensdurst ein stetiger, ins kleinste gehender Bildungswille - also, liebe Kollegin, das ist einzigartig!

Bei den Menschen ist so vieles möglich, warum nicht auch das? Sie war vielleicht gar nicht von Grund auf betrügerisch, schlampert und faul?

Sondern nur weil das scharfe Auge fehlte, das alles überwacht und sieht? Lotte hat den Vater überredet, das Wirtschaftsgeld nicht länger der Resi, sondern ihr auszuhändigen.

Lotte überschlägt rasch die Kosten, nimmt Geld aus dem Pult, zählt es Resi hin, schreibt den Betrag in ein Heft, und abends wird dann am Küchentisch gewissenhaft abgerechnet.

So, als wäre eine Frau im Haus, hat er neulich gedacht! Und über diesen Gedanken war er nicht schlecht erschrocken! Sehr vorsichtig natürlich, denn Künstler sind empfindlich!

Und dazu singt sie ein kleines Liedchen, einfach herzig! Mir übrigens auch. Fräulein Gerlach hat sehr verächtlich geblickt.

Denn sie ist eine geistig hochstehende Persönlichkeit. Gesicht sagen dürfen! Und noch nie so etwas Gutes!

In den Augen der Lehrerinnen hat sich also Luise verändert. In den Augen des Kindes haben sich Resi und Peperl verändert.

So etwas von Veränderei! Und in München hat sich natürlich auch allerhand verändert. Kaum war sie ein paar Wochen mit Gleichaltrigen beisammen, im Gebirge, an einem See - schon ist sie geworden, was sie immer hätte sein sollen: ein lustiges, von deinen Sorgen wenig beschwertes kleines Mädchen!

Du bist viel zu egoistisch gewesen, pfui! Mag sie getrost beim Abwaschen einen Teller zerschmettern! Und das ist entscheidend!

Fräulein Linnekogel hat energisch an ihrer Brille gerückt. Lottes Schrift zeigt, wie sehr das Kind die, ich möchte sagen, seelische Balance verloren hat.

Aber lassen wir die Schrift beiseite! Um zurechtzukommen, hat sie ein Taxi nehmen müssen. Ach, das liebe Geld! Wir fahren nach Garmisch und kommen erst morgen abend zurück!

Der Frau Körner hat es einen kleinen Stich gegeben. Dann hat sie gelacht. Das Kind hat vor Wonne getanzt. Wenn du dann das Geld hast, lauf ich den Leuten wieder weg!

Das wurde ein Wochenende - wie lauter Himbeeren mit Schlagsahne! Von Garmisch wanderten sie über Grainau an den Baadersee.

Dann an den Eibsee. Mit Mundharmonika und lautem Gesang. Über Stock und Stein. Walderdbeeren fanden sie.

Und schöne, geheimnisvolle Blumen. Lilienhaften Türkenbund und vielblütigen lilafarbenen Enzian. Und Moos mit kleinen spitzen Helmen auf dem Kopf.

Abends gerieten sie in ein Dorf namens Gries. Dort nahmen sie ein Zimmer mit einem Bett. Und als sie, in der Gaststube aus dem Rucksack futternd, mächtig geabendbrotet hatten, schliefen sie zusammen in dem Bett!

Am Sonntagmorgen zogen sie weiter. Nach Ehrwald. Und Lermoos. Die Bauern kamen in ihren Trachten aus der Kirche. Das war ein Gekraxel, sakra, sakra!

Und als Nachtisch einen kleinen Mittagsschlaf im Gras. Später stiegen sie zwischen Himbeersträuchern und gaukelnden Schmetterlingen zum Eibsee hinunter.

Kuhglocken läuteten den Nachmittag ein. Die Zugspitzbahn sahen sie in den Himmel. Zu Hause fielen sie wie die Plumpsäcke in ihre Betten.

So viel leicht erreichbares Glück hatte sie bis jetzt ihrem kleinen Mädchen vorenthalten! Nun, es war noch nicht zu spät. Dann schlief auch Frau Körner ein.

Auf ihrem Gesicht träumte ein Lächeln. Es huschte über ihre Wangen wie der Wind übern Eibsee. Lottchens Klavierkünste liegen brach.

Ihre Schuld ist es nicht. Aber der Vater hat neuerdings nicht mehr viel Zeit fürs Stundengeben übrig. Vielleicht hängt es mit der Arbeit an der Kinderoper zusammen?

Das ist schon möglich. Nun, kleine Mädchen spüren, wenn etwas nicht stimmt. Wenn Väter von Kinderopern reden und über Fräulein Gerlach schweigen - sie wittern wie kleine Tiere, woher Gefahr droht.

Dahinter haust ein Maler namens Gabele, ein netter, freundlicher Herr, der Lotte gern einmal zeichnen möchte, wenn sie Zeit hat.

Er malt gerade an einer klassischen Szene aus der Antike. Dergleichen eignet sich nicht immer für Kinder. Dann führt er die Kleine hinein, setzt sie in einen Sessel, nimmt einen Block und beginnt zu skizzieren.

Es wird eine Kinderoper. Das freut Herrn Gabele zu hören. Dann wird er ärgerlich. Lotte tastet sich nun noch einen Schritt weiter vor.

Und Vati hätte seine Wohnung zum Komponieren hier, gleich neben der anderen Wohnung! Herr Gabele könnte allerlei gegen Lottes Gedankengänge einwenden.

Es fragt sich nur, ob der Papa der gleichen Meinung ist. Herr Palffy sitzt in seinem Atelier und hat Besuch. Der Ludwig hat die Partiturseiten, an denen er kritzelt, beiseite geschoben und plauscht mit der Irene.

Erst ärgert er sich ein Weilchen, denn er kann es für den Tod nicht leiden, wenn man ihn unangemeldet überfällt und bei der Arbeit stört.

Aber allmählich siegt doch das Wohlbehagen, mit dieser so schönen Dame beisammenzusitzen und halb aus Versehen ihre Hand zu streicheln. Sie will Herrn Palffy heiraten.

Er ist berühmt. Er gefällt ihr. Sie gefällt ihm. Aber sie wird es ihm mit der Zeit und schonend beibringen. Ein Hindernis ist allerdings noch da: das narrische Kind!

Irene Gerlach wird doch wohl noch mit diesem ernsten, scheuen Fratz fertig werden! Und wer steht in der Tür? Der ernste, scheue Fratz!

Irene lächelt maliziös. Der Herr Kapellmeister lacht verlegen. Erst stellt sie die frischen Blumen auf den Tisch.

Wir müssen doch deinem Besuch etwas anbieten. Vati und sein Besuch schauen perplex hinter ihr drein. Man trinkt.

Man schweigt. Vor allem brauchte er welches von oben. So wie hier. Und richtig. Lotte blickt den Papa von schräg unten an.

Ihre Augen bitten furchtsam. Der Vater schaut halb ärgerlich, halb belustigt von dem kleinen Mädchen zu der eleganten Dame, die gerade noch Zeit hat, ein sanft ironisches Lächeln in ihr Gesicht zu zaubern.

Und du wohntest direkt neben uns. Neben Resi und mir. Du brauchst nicht einmal einen Hut aufzusetzen. Sie erstirbt.

Fräulein Gerlach steht abrupt auf. Wie die Zeit vergeht! Es waren ja aber auch sooo interessante Gespräche! Herr Palffy bringt seinen Gast hinaus.

Wie ich deine Tochter kenne, hat sie bereits die Möbelpacker bestellt! Als der Kapellmeister ins Atelier zurückkommt, ist Lotte schon dabei, das Kaffeegeschirr abzuwaschen.

Er schlägt ein paar Takte auf dem Flügel an. Er starrt auf die bekritzelten Partiturseiten. Noch immer hält sie die Hand zum Abschied ausgestreckt.

Also tut er, als sähe er nichts Auffälliges, sondern nickt nur kurz und setzt sich an den Flügel. Der Herr Kapellmeister fährt sich durchs Haar.

Kindertränen, auch das noch! Dabei soll man nun eine Kinderoper komponieren! Es ist zum Teufelhaschen!

Es ist nicht zum Ansehen, wenn so einem kleinen Geschöpf Tränen in den Augen stehen! Sie hingen in den langen Wimpern wie Tautropfen an dünnen Grashalmen.

Seine Hände schlagen einige Töne an. Er neigt lauschend den Kopf. Er spielt die Tonfolge noch einmal. Er wiederholt sie in der Sequenz.

Es ist die Variation eines fröhlichen Kinderliedes aus seiner Oper. Er ändert den Rhythmus. Er arbeitet.

Wozu doch Kindertränen gut sind! Ja, so ein Künstler ist fein heraus! Gleich wird er Notenpapier nehmen und Noten malen. Ist denn weit und breit kein Riese oder sonst jemand da, der ihm ab und zu die Hosen straff zieht?

Wieder sind Wochen vergangen. Fräulein Irene Gerlach hat den Auftritt im Atelier nicht vergessen.

Alle ihre Pfeile hat sie auf die zuckende Zielscheibe, das Künstlerherz des. Kapellmeisters, abgeschossen. Alle Pfeile haben ins Schwarze getroffen.

Allesamt sitzen sie nun mit ihren Widerhaken im Herzen des Mannes, des geliebten Feindes, fest. Herr Gabele zeichnet Lotte.

Das bringt einen auf andere Gedanken! Er schaut gedankenvoll hinter der kleinen Person her. Er war selber einmal ein Kind und hat es, im Gegensatz zu den meisten Erwachsenen, nicht vergessen.

Als Klaviergeklimper aus der Nachbarwohnung herüberklingt, nickt er zustimmend und pfeift die Melodie mit. Die Stufen tun, als wären sie doppelt so hoch wie sonst.

Er hängt den Mantel und den Hut an einen Garderobenhaken. Das Luiserl spielt Klavier? Nun, sie wird abbrechen und ihm eine Weile zuhören müssen.

Er zieht das Jackett straff, als ob er beim Intendanten einen Besuch machte. Dann öffnet er die Zimmertür. Das Kind schaut von den Tasten auf und lächelt ihn an.

Wie schön! Seit deine Mutter nicht mehr - nicht mehr da ist, bin ich allein gewesen. Sieben Jahre lang. Er hat eine ausgewachsene Wut auf sich.

Es wird sich etwas ändern. In meinem und dadurch in deinem Leben. Eine Fliege versucht mit Gesumm, durch die geschlossene Fensterscheibe ins Freie zu fliegen.

Die Fliegen sind eben dumm, aber die Menschen, die sind gescheit, was? Es klingt wie ein Schrei. Sie hat dich sehr gern. Und sie wird dir eine gute Mutter sein.

Auf die Dauer wäre es sowieso schwierig und verfehlt, dich in einem frauenlosen Haushalt aufwachsen zu lassen. Lotte schüttelt in einem fort den Kopf und bewegt dazu lautlos die Lippen.

Wie ein Automat, der keine Ruhe findet. Es sieht beängstigend aus. Böse Stiefmütter kommen nur noch in Märchen vor.

Du bist der vernünftigste kleine Kerl, den es gibt! Mit dem Luser den Rigoletto korrepetieren. Herr Palffy drückt sich an der Garderobe den Hut aufs Künstlerhaupt.

Er hat es sehr eilig. Lotte ist aus ihrer Betäubung erwacht. Auch in der Verzweiflung bewahrt und bewährt sich ihr praktischer Sinn.

Was ist zu tun? Niemals darf Vati eine andere Frau heiraten, niemals! Er hat ja eine Frau! Auch wenn sie nicht mehr bei ihm ist.

Niemals wird das Kind eine neue Mutter dulden, niemals! Sie hat ja ihre Mutter, ihre über alles geliebte Mutti! Mutti könnte vielleicht helfen.

Aber sie darf es nicht wissen. Sie holt das Telefonbuch. Sie blättert mit zittrigen Fingern. Cobenzlgasse Ein Stubenmädchen tritt in Irene Gerlachs elegantes Zimmer und lächelt.

Ein kleines Mäderl. Das gnädige Fräulein hat sich gerad die Fingernägel frisch gelackt und schwenkt die Hände, damit der Lack rasch trockne, durch die Luft.

Das Stubenmädchen verschwindet. Und bring von den gefüllten Waffeln! Ich hätte dich längst schon einmal einladen sollen! Willst du nicht ablegen?

Doch sie beherrscht sich. Es steht immerhin einiges auf dem Spiel. Auf dem Spiel, das sie gewinnen will und gewinnen wird.

Aber das ist wohl Nebensache. Also: Ja, Luiserl, dein Papa und ich, wir wollen heiraten. Davon bin ich fest überzeugt.

Du nicht? Wir wollen uns beide rechte Mühe geben. Meine Hand darauf! Mit Güte kommt man ja hier doch nicht weiter.

Ob ich deinem Vater von diesem merkwürdigen Besuch erzähle, werde ich mir noch überlegen. Wenn ich nichts erzählen sollte, dann nur, um unserer späteren Freundschaft, an die ich noch immer glauben möchte, nichts Ernstliches in den Weg zu legen.

Auf Wiedersehen! Bitte, bitte. Hier gibt es nur eins. Hier kann nur strengste Erziehung durch fremde Hand noch helfen.

Das Stubenmädchen steht mit einem Tablett da. Und die gefüllten Waffeln. Wo ist denn das kleine Mädchen? Resi leistet dem Kind, wie in solchen Fällen immer, beim Essen Gesellschaft.

Was hast denn? Gleich gehst ins Bett! Ihre Zähne klappern. Resi türmt Kissen und Bettzeug übereinander. Dann rennt sie zum Telefon und ruft den Herrn Hofrat Strobl an.

Sie ruft in der Staatsoper an. Resi rast wieder ins Schlafzimmer. Das Kind schlägt um sich und stammelt wirres, unverständliches Zeug.

Die Decken, Kissen und das Bettzeug liegen auf dem Boden. Was soll man machen? Aber was für welche?

Sie trinken einen Schluck Wein und fachsimpeln. Die Leute vom Theater reden immer vom Theater. Das ist nun einmal so.

Der Inspizient tritt ein. Das Fräulein Tochter ist urplötzlich krank geworden. Der Herr Hofrat Strobl wurde sofort benachrichtigt und dürfte bereits am Krankenlager eingetroffen sein.

Der Inspizient geht. Er berichtet hastig, was er soeben gehört hat. Endlich ist die Oper aus! Resi öffnet ihm. Sie hat noch den Hut auf, weil sie in der Nachtapotheke war.

Lottchen liegt hochrot und schwer atmend in den Kissen. Sie hat das Gesicht schmerzlich verzogen, als tue ihr der künstliche Schlaf, zu dem sie der alte Arzt gezwungen hat, sehr weh.

Der Hofrat schaut die beiden fragend an. Haben Sie wenigstens eine Vermutung? Heut nachmittag ist sie ausgegangen. Legt sich hin und spielt krank!

Der Hofrat verabschiedet sich und gibt noch einige Anweisungen. Der Kapellmeister hält ihn an der Tür zurück. Schlafen Sie gut! Das Kind erschrickt im Fieberschlaf und wirft sich wild zur Seite.

Der Vater sieht sich im Zimmer um. Der Schulranzen liegt fertig gepackt auf dem Pultsitz. Daneben hockt Christi, die Puppe.

Nun sitzt er im Dunkeln und streichelt die Puppe, als wäre sie das Kind. Ein Kind, das vor seiner Hand nicht erschrickt.

Fräulein Linnekogel wird ins Vertrauen gezogen - Verbrannte Schweinsripperln und zerbrochenes Geschirr - Luise beichtet fast alles - Warum antwortet Lotte nicht mehr?

Wo sollen wir ein aktuelles Titelbild hernehmen und nicht stehlen? Doktor Bernau winkt entmutigt ab. Dann kramt er auf dem Tisch.

Zwillinge waren darauf! He, wo seid ihr denn, ihr kleinen Frauenzimmer? So etwas gefällt dem Publikum immer.

Eine gefällige Unterschrift dazu. Wenn schon nichts Aktuelles, dann eben hübsche Zwillinge!

Na endlich! Ist Ihnen schlecht geworden? Sie liest den Absender. Seebühl am Bühlsee. Sie können das ja erstklassig! So raffiniert ist der nicht!

Also, rasch ans Werk, liebwerte Dame! Die Unterschrift hat bis morgen Zeit. Ich kriege den Text noch zu Gesicht, bevor Sie ihn in Satz geben.

Die Gedanken fahren in ihrem Kopfe Karussell. Ihre beiden Kinder! Das Kinderheim! Die Ferien! Aber warum hat Lottchen nichts davon erzählt?

Warum hat Lottchen die Bilder nicht mitgebracht? Und dann haben sie sich vorgenommen, nichts darüber zu sagen.

Mein Gott, wie sie einander gleichen! Nicht einmal das vielgepriesene Mutterauge. Oh, ihr meine beiden, beiden, beiden Lieblinge!

Was soll geschehen? Ich werde mit Lottchen reden! Eiskalt durchfährt es die Mutter! Ein Gedanke schüttelt wie eine unsichtbare Hand ihren Körper hin und her!

Erlauben Sie, aber. Das Bild kam mir vor etlichen Stunden durch Zufall in die Hände. Fräulein Linnekogel macht den Mund auf und zu wie ein Karpfen auf dem Ladentisch.

Kopfschüttelnd schiebt sie die Fotografie von sich weg, als hätte sie Angst, gebissen zu werden. Die junge Frau schüttelt den Kopf.

Ich kann es kaum fassen! Dabei ist nur eines wesentlich: das Glück der Kinder! Frau Körner lächelt schmerzlich. Sie sind noch heute sehr jung.

Sie waren, als Sie heirateten, ein halbes Kind. Sie werden Ihr Leben lang jünger sein, als ich jemals gewesen bin. Was für den einen richtig wäre, kann für den anderen falsch sein.

Luise steht vor einem Münchner Postschalter. Der Beamte versucht zu scherzen. Frau Körner kommt heim. Jetzt nur die Mutter nicht ansehen!

Das Kind steht am offenen Küchenspind und hebt Geschirr heraus. Die Teller klappern wie bei einem Erdbeben.

Die Teller liegen in Scherben auf dem Boden. Ihre Augen sind vor Schreck geweitet. Sie knien zwischen zerbrochenen Tellern. Auf dem Herd verschmoren die Schweinsripperln.

Es riecht nach angebranntem Fleisch. Wasser zischt aus den Töpfen in die Gasflammen. Die Frau und das kleine Mädchen merken von alledem nichts.

Stunden sind vergangen. Luise hat gebeichtet. Und die Mutter hat die Absolution erteilt. Jetzt sitzen sie auf dem Sofa. Das Kind hat sich eng, ganz eng an die Mutter gekuschelt.

Ach, ist das schön, endlich die Wahrheit gesagt zu haben! So leicht ist einem zumute, so federleicht! Luise kichert vor lauter Stolz.

Können wir tun, als sei nichts geschehen? Luise schüttelt entschieden den Kopf. Und du doch auch nach ihr, nicht wahr, Mutti?

Eifrig und schüchtern zugleich. Lottchen liegt apathisch im Bett. Sie schläft. Sie schläft viel.

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Das doppelte Lottchen

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JungThalia-Buchhandlung Karlsruhe. Walter RimlFranz Weihmayr. Beschreibung Es ist schon https://berchshill.se/stream-filme-hd/wang-zhenwei.php, wenn sich zwei Mädchen in einem Ferienheim bieber dick und feststellen, dass sie sich gleichen wie ein Ei dem anderen. Bewertung verfassen. Ansichten Lesen Bearbeiten Quelltext bearbeiten Versionsgeschichte. Dies ist jene erste Seite im Roman, die fast wortwörtlich übernommen wurde. Die erste Bestürzung, die sich bei Luise bis zur Wut steigert, weicht allmählich einer Freundschaft, in deren Verlauf die beiden Https://berchshill.se/filme-deutsch-stream/dragonball-super-73.php entdecken, dass sie Zwillinge sein müssen: Von nun an suchen sie unermüdlich und doch vergeblich, das Geheimnis ihres Lebens zu entdecken.

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